Glossar
A | B | C | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | O | Ö | P | R | S | T | U | V | W | ZAbdomen
Der Teil des Körpers, der die inneren Organe enthält. Er liegt zwischen Becken und Brusthöhle.
Abfallprodukte
Substanzen, die sich bei der Verwertung von Nahrungsmitteln und aus dem normalem Muskelstoffwechsel entstehen.
Abstrich
Entnahme von Untersuchungsmaterial von Haut oder Schleimhäuten für diagnostische Zwecke, z.B. Identifikation von Organismen, die eine Infektion verursachen.
Akut
Plötzlich auftretend; schnell und heftig verlaufend; von kurzer Dauer.
Akutes Nierenversagen
Plötzlicher und schwerwiegender Rückgang der Nierenfunktion innerhalb kurzer Zeit.
Anaphylaxie
Anaphylaxie oder anaphylaktische Reaktion ist eine unmittelbare, schwerwiegende Reaktion auf eine Substanz, auf die eine Person allergisch ist. Bei dieser Reaktion können sich Symptome wie Nesselausschlag, Juckreiz oder Stenoseatmung zeigen. Die Reaktion kann sich zu einem anaphylaktischen Schock entwickeln, der lebensgefährliche Konsequenzen wie Hypotonie, Herzrhythmusstörungen oder -stillstand, Verkrampfungen der Atemwege und Rachenschwellungen zur Folge haben kann.
Anämie
Ein Mangel an dem Sauerstoff transportierenden Blutbestandteil Hämoglobin, der oft mit einer verminderten Anzahl an roten Blutkörperchen im Blutkreislauf einhergeht; verbreitet bei Dialysepatienten aufgrund einer verminderten Produktion roter Blutkörperchen und Blutverlust aufgrund der Behandlung. Die Hauptsymptome sind Erschöpfung, Müdigkeit, Atemnot bei Anstrengung, Blässe und geringe Widerstandskraft gegenüber Infektionen.
Antibiotika
Medikamente zur Abtötung von Bakterien und Bekämpfung von Infektionen.
Antihypertensives Medikament
Medikament zur Senkung des Blutdrucks.
Antikoagulans
Medikament, das die Blutgerinnung verzögert oder stoppt, wie z.B. Marcumar® oder Heparin.
Antiseptikum
Eine Chemikalie, die das Wachstum und die Vermehrung von Bakterien verhindert oder hemmt; es zerstört die Bakterien nicht notwendigerweise, so wie ein Desinfektionsmittel.
Arterielle Leitung
Ein Schlauch, in dem das Blut vom Körper in die künstliche Niere transportiert wird.
Arterie
Ein Blutgefäß, durch das Blut vom Herzen in die anderen Körperteile gepumpt wird.
Arteriosklerose
Verhärtung der Arterien.
Automatische Peritonealdialyse (APD)
Verfahren, bei dem der Austausch der Dialyselösung nachts während des Schlafs automatisch mit Hilfe einer Maschine, einem so genannten Cycler, erfolgt.
Bakterien
Einzellige Organismen, die sich schnell vermehren können. Sie sind überall vorhanden; einige sind harmlos, andere verursachen Infektionskrankheiten.
Bauchfell
Siehe "Peritoneum"
Bauchhöhle
Raum, der die Bauchorgane umgibt, und sich unter den Bauchmuskeln befindet.
Blutdruck
Der Druck, den das Blut auf die Blutgefäßwände ausübt. Er wird in zwei Zahlen angegeben, wie z.B. 120/80. Der systolische (obere) Wert ist der Druck, der ausgeübt wird, wenn sich das Herz zusammenzieht. Der diastolische (untere) Wert ist der Druck, wenn das Herz ruht.
Blutflussrate
In der Dialyse die Rate, mit der das Blut des Patienten durch die künstliche Niere gepumpt wird.
Blutpumpe
Eine Pumpe, die das Blut ohne Beschädigung der Blutkörperchen vom Gefäßzugang des Patienten über das Blutschlauchsystem zur künstlichen Niere und wieder zurück zum Patienten pumpt.
BUN (Blut-Harnstoff-Stickstoff)
Die Stickstoffmenge, die dem Harnstoffgehalt im Blut entspricht.
CAPD - kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse
Eine Form der Dialyse, bei der die Dialyselösung mehrmals täglich durch Schwerkraft in die Bauchhöhle eingebracht und wieder ausgeleitet wird.
Chronisches Nierenversagen
Irreversible Schädigung der Nieren, in der Regel fortschreitenden Verlauf.
Clearance
Rate, mit der die Abfallprodukte im Blut durch die Dialyse entfernt werden, ausgedrückt in Milliliter/Minute.
Cross match
Test auf Gewebeverträglichkeit vor Transplantationen. Prüft die Kompatibilität von Spender und dem Empfänger.
Desinfektionsmittel
Ein Wirkstoff, der die meisten Mikroorganismen (Bakterien, Viren), mit denen er in Kontakt kommt, abtötet.
Dialysatfluss
Die Rate, mit der das Dialysat durch den Dialysator fließt.
Dialysator
Siehe „Künstliche Niere”.
Dialysatwechsel
Der Vorgang, bei dem die während der Peritonealdialyse verbrauchte Dialyselösung gegen frische Lösung ausgetauscht wird.
Dialysat
Wasser- und chemikalienhaltige (Elektrolyte) Lösung, die über eine Membran überschüssige Flüssigkeit und Abfallprodukte aus dem Blut aufnimmt.
Dialyse
Die Befreiung des Körpers von Toxinen, Abfallprodukten und überschüssiger Flüssigkeit, indem diese mittels einer semipermeablen Membran aus dem Blut herausgefiltert werden.
Dialysierflüssigkeit
Lösung, die Wasser und Chemikalien (Elektrolyte) enthält, und durch die künstliche Niere fließt, um überschüssige Flüssigkeit und Abfallprodukte aus dem Blut zu entfernen.
Diffusion
Der Übergang von Partikeln von einem Ort mit hoher Konzentration zu einem Ort mit niedrigerer Konzentration, was zu einer gleichmäßigen Verteilung der Partikel führt.
Entzündung
Die entzündeten Stellen weisen Hitze, Röte, Schwellung und Schmerzhaftigkeit auf; in der Regel als Folge einer Infektion oder Reizung.
Erythrozyten
Siehe "Rote Blutkörperchen".
ESRD (End-stage-renal disease) - terminale Niereninsuffizienz
Das Stadium einer Nierenschädigung, in der eine Dialyse oder Nierentransplantation zur Lebenserhaltung notwendig wird. Ein anderer Ausdruck für chronisches Nierenversagen.
Fistel
Eine operativ hergestellte Verbindung zwischen der Arterie und der Vene eines Patienten, so dass sich die Vene aufgrund des arteriellen Blutflusses weitet. Eine Fistel ist eine Form des Gefäßzugangs für die Hämodialyse und ist auch unter der Bezeichnung arteriovenöse (AV) Fistel oder Shunt bekannt.
Gefäßprothese
In der Dialyse die operative Platzierung eines Materials zwischen einer Arterie und einer Vene, um einen Zugang zum Blutkreislauf für die Hämodialyse herzustellen.
Gefäßzugang
Zugang für die Hämodialysebehandlung, über den der Blutkreislauf des Patienten mit der künstlichen Niere verbunden wird. Es gibt verschiedene Arten von Gefäßzugängen, wie Fisteln, Gefäßprothesen etc.
Gewebetypisierung
Wird im Rahmen der Transplantationsvorbereitung durchgeführt. Dient der Auswahl einer geeigneten Spender-Empfänger Kombination durch Identifizierung von Histokompatibilitätsantigenen.
Glomerulonephritis
Entzündung, die vorwiegend die Nierenkörperchen betrifft.
Harnstoff
Abbauprodukt des Eiweißstoffwechsels, wird mit dem Urin ausgeschieden.
Hämatokrit
Der Anteil des Volumens der roten Blutkörperchen am Gesamtblut.
Hämodialyse
Elimination überschüssiger Flüssigkeit und Abfallprodukte aus dem Blut, indem das Blut durch eine so genannte künstliche Niere geleitet wird.
Hämoglobin
Der rote Blutfarbstoff. Hämoglobin ist Bestandteil der roten Blutkörperchen und ist ein Protein, das Sauerstoff von den Lungen ins Körpergewebe transportieren.
Heparin
Ein Antikoagulans, das bei der Hämodialyse zur Verzögerung der Blutgerinnung verabreicht wird, damit das Blut in dem Blutschlauchsystem oder dem Dialysator nicht gerinnt.
Hepatitis-B-Oberflächen-Antigen
Eine Substanz, die eine Hepatitis-B-Infektion anzeigt.
Hepatitis
Entzündung der Leber, verursacht durch einen Virus, Bakterien, toxische Wirkstoffe oder Medikamente.
Hypertonie
Bluthochdruck.
Hypervolämie
Wenn der Überschuss an Körperwasser zu Ödemen, Atembeschwerden oder besonderen Belastungen für das Herz führt.
Hypotonie
Niedriger Blutdruck.
Immunsuppressivum
Ein Medikament, das die Immunantwort des Körpers unterdrückt. Es wird Transplantatempfängern verabreicht, um zu verhindern, dass die transplantierte Niere abgestoßen wird.
Infektion
Eindringen von krankheitserregenden Organismen in den Körper, wodurch Gewebsreaktionen hervorgerufen werden.
Intravenös
In einer oder in eine Vene.
Kalium
Ein Element, das vom Körper für normale Muskel- und Nervenfunktionen und die Aufrechterhaltung des osmotischen Druckes in der Zelle benötigt wird.
Kalzium
Ein Element, das wichtig für das Knochenwachstum und die Knochenbildung, für die Blutgerinnung, die Nerven- und Muskelfunktionen und die Aktivierung bestimmter Enzyme ist.
Katheter
Flexibles Röhrchen, durch das Flüssigkeiten in den Körper oder aus dem Körper transportiert werden. Für die Peritonealdialyse wird der Katheter in die Bauchdecke eingesetzt.
Koagulation
Die Bildung eines Blutgerinnsels.
Kohlenhydrate
Eine Nahrungsbestandteil, der vom Körper leicht zur Energiegewinnung genutzt werden kann.
Kongestive Herzinsuffizienz
Ein Zustand, in dem der Körper mit zu viel Flüssigkeit beladen ist und das Herz in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Kongestive Herzinsuffizienz kann zur Anreichung von Wasser in den Lungen führen.
Kontamination
Verunreinigung durch Mikroorganismen. Dadurch kann eine potentielle Infektionsgefahr entstehen. Sterile Bereiche werden dadurch unsteril und können eine potentielle Infektionsgefahr darstellen.
Krämpfe
Unfreiwillige und schmerzhafte Muskelkontraktion.
Kreatinin
Eines der vielen Abfallprodukte im Blut, das durch den normalen Stoffwechsel entsteht und durch die Nieren oder bei Patienten mit Nierenversagen durch die Dialyse entfernt wird.
Kt/V
Clearance x Zeit / Volumen. Zeigt an, wie gut Abfallprodukte durch die Dialysebehandlung entfernt wurden.
Künstliche Niere
1. Ein Filter, der zusammen mit einer Maschine benutzt wird, um überschüssige Flüssigkeit und Abfallprodukte aus dem Körper zu entfernen. Auch als „Dialysator" bekannt.
2. Gerät das für die Durchführung der extrakorporalen Hämodialyse genutzt wird.
Leukozyten
Siehe "Weiße Blutkörperchen".
Membran
Dünne Gewebe- oder Materialschicht mit trennender Funktion.
Metabolismus
Siehe "Stoffwechsel"Mineralstoffe
Anorganische Substanzen, die für die normale Funktion des Körpers notwendig sind, aber in hoher Konzentration toxisch wirken.
Monitoring
Die Überwachung der Patienten während der Behandlung oder die Überprüfung, ob die Behandlung über den Verlauf der Zeit adäquat ist.
Monitor
Bildschirm, auf den ständig Signale zur Überprüfung, Erinnerung und Warnung übertragen und angezeigt werden.
Natrium
Element, das im Körper vorkommt, und hilft, den Flüssigkeitshaushalt zu regulieren.
Nebenschilddrüsen
Kleine Drüsen im Hals, die ein Hormon produzieren, das den Kalzium- und Phosphathaushalt im Blut reguliert.
Nephrektomie
Operative Entfernung der Niere.
Nephrologe
Ein auf Nierenerkrankungen spezialisierter Arzt.
Nephron
Kleinste funktionelle Einheit der Niere, deren Aufgabe in der Harnbereitung besteht. Jede Niere hat ca. eine Million Nephronen.
Neuropathie
Eine Nervenkrankheit.
Nieren
Zwei bohnenförmige Organe, die im hinteren Bauchraum beiderseits der Wirbelsäule liegen. Die Nieren halten das chemische Gleichgewicht des Körpers aufrecht, indem sie Abfallprodukte und überschüssige Flüssigkeit in Form von Urin ausscheiden.
Osmose
Der Übergang von Flüssigkeit durch eine halbdurchlässige Membran, so dass sich auf beiden Seiten der Membran die gleiche Konzentration an gelösten Substanzen einstellt.
Ödem
Schwellungen aufgrund der Ansammlung überschüssiger Flüssigkeit im Gewebe, vor allem sichtbar an Knöcheln, Händen und Gesicht. Sie treten bei Dialysepatienten als Folge einer zu hohen Flüssigkeitsaufnahme oder einer verminderten Ultrafiltration auf.
Palpitation
"Herzrasen", unregelmäßige Herzschläge.
Parathyreoidektomie
Nebenschilddrüsenresektion. Entfernung der Nebenschilddrüse, normalerweise Teil der Behandlung des Hyperparathyreoidismus.
PD-Katheter
Flexibles Röhrchen, durch das Flüssigkeiten in den Körper oder aus dem Körper transportiert werden. Für die Peritonealdialyse wird der Katheter in die Bauchdecke eingesetzt.
Perikarditis
Entzündung des Herzbeutels.
Perikard
Herzbeutel, umschließt das Herz.
Peritonealdialyse
Behandlungsmethode in der Dialyse, bei der das Peritoneum (Bauchfell), das die Innenwand der Bauchhöhle auskleidet und die inneren Organe bedeckt, als natürlicher Filter dient.
Peritoneum
Glatte, semipermeable Membran, die die inneren Organe bedeckt und die Bauchhöhle auskleidet.
Peritonitis
Entzündung des Bauchfells, die sofort von einem Arzt behandelt werden muss.
Phosphatsenker
Medikament, das im Magen-Darmtrakt das mit der Nahrung aufgenommene Phosphat bindet. Das gebundene Phosphat kann nicht mehr aufgenommen werden und kann so aus dem Körper ausgeschieden werden. Phosphatsenker helfen den Kalzium- und Phosphathaushalt bei Dialysepatienten im Gleichgewicht zu halten.
Phosphor
Eine Element, das für normale Körperfunktionen, speziell die Knochenbildung, notwendig ist.
Protein
Andere Bezeichnung für Eiweiß. Proteine sind Stickstoffhaltigen Verbindungen, die im Körper vorkommen und lebenswichtig sind.
Pruritus
Juckreiz.
Puls
Druckwelle in den Arterien, hervorgerufen durch den Blutausstoß vom Herz in den Blutkreislauf.
Renal
Die Niere betreffend.
Rote Blutkörperchen
Blutkörperchen, die Hämoglobin enthalten, das den Sauerstoff zum Gewebe transportiert. Rote Blutkörperchen werden auch als Erythrozyten bezeichnet.
Semipermeable Membran
Dünne Materialschicht, die lediglich den Durchfluss von Flüssigkeiten und kleinen Partikeln zulässt.
Steril
Absolut frei von lebenden Mikroorganismen.
Stoffwechsel
Biochemische Aufbau- und Abbauvorgänge im Körper. Nährstoffe werden aufgenommen und in köpereigene Stoffe umgewandelt; dabei anfallende Abfallprodukte werden ausgeschieden.
Toxine
Giftstoffe; Abfallprodukte im Blut oder Substanzen, die giftig sind.
Trockengewicht
Das Gewicht eines Dialysepatienten, nachdem überschüssige Flüssigkeit entfernt wurde. Auch unter dem Begriff „Sollgewicht” bekannt.
Ultrafiltration
Verfahren zur Entfernung überschüssiger Flüssigkeit aus dem Blut während der Dialyse.
Urämie
Ansammlung von Abfallprodukten im Blut aufgrund des Unvermögens der Nieren, diese auszuscheiden.
URR
Urea Reduction Ratio - Harnstoffreduktionsrate. Prozentsatz, der angibt wie viel Harnstoff während der Dialysebehandlung aus dem Blut entfernt wurde. Zeigt an, wie wirksam Harnstoff und weitere Abfallprodukte aus dem Blut entfernt wurden.
Vaskulär
Bezieht sich auf die Blutgefäße.
Vene
Blutgefäß, das Blut vom Körper zurück zum Herzen transportiert.
Venöses Blutschlauchsystem
Schlauchsystem, in dem das Blut vom Dialysator zurück zum Körper befördert wird.
Venös
Bezieht sich auf Venen und den Blutfluss zurück zum Herzen.
Verweildauer
In der Peritonealdialyse benötigte Zeit, in der die Dialyselösung in der Bauchhöhle des Patienten verweilt.
Weiße Blutkörperchen
Blutkörperchen, die Infektionen im Körper bekämpfen. Weiße Blutkörperchen werden auch als Leukozyten bezeichnet.
Zystenniere
Vererbbare Krankheit, die durch die allmähliche Bildung von Zysten innerhalb der Nieren gekennzeichnet ist.





